Mantelringe
![]() |
Sie erhalten Mantelringe als innendichtende, doppeltwirkende Stangenmantelringe und als außendichtende, doppeltwirkende Kolbenmantelringe für jeden Stangen- und Kolbendurchmesser sowie Abstreifer. |
| Fietz-Mantelringe werden bevorzugt zur Abdichtung bei hubförmigen Bewegungen eingesetzt und haben sich besonders im Hydraulik-Bereich bewährt. Abhängig von der Werkstoffauswahl können dabei Betriebsdrücke bis max. 800 bar (80 MPa) - bei statischer Belastung auch darüber- Geschwindigkeiten bis max. 15 m/min. und Temperaturen zwischen -54ºC und + 200ºC erreicht werden. Eine Anwendung bei rotierender oder schraubenförmiger Bewegung ist nur bedingt möglich. Mantelringe von Fietz sind in verschiedenen Werkstoffkombinationen erhältlich, die in ihren Eigenschaften für spezielle Anwendungsbereiche optimiert sind. | ![]() 1=Stangenmantelring 2=O-Ring ![]() 1=Kolbenmantelring 2=O-Ring |
Eigenschaften/Anwendungen
| Bronze/ Sonder-Werkstoff | Extrem hohe Druckfestigkeit, Härte und Abriebfestigkeit, kriechfest und hoch wärmeleitfähig. Geeignet für Anwendungen mit hoher mechanischer Beanspruchung, hohen Drücken und erhöhten Geschwindigkeiten im mittleren Temperaturbereich bei harter Gegenlauffläche. |
| Sonder-Werkstoff | Sehr gute chemische Beständigkeit, gute mechanische und dielektrische Eigenschaften. Für universelle Anwendung bei mittlerer Beanspruchung und harter Gegenlauffläche. |
| Glasfaser/MOS2 | Extrem hohe Abriebfestigkeit, erhöhte Druckfestigkeit, gute dielektrische Eigenschaften und gute Chemikalienbeständigkeit. Für Anwendungen bei hohen Drücken und hoher mechanischer Beanspruchung im mittleren Geschwindigkeits- und Temperaturbereich. Für harte Gegenlauffläche. |
| Kohle/Grafit- Sonder-Werkstoffe | Hohe Druckfestigkeit, gute chemische und thermische Beständigkeit. Geeignet für Anwendungen mit hohen Drücken und Temperaturen, erhöhter mechanischer Beanspruchung und erhöhter Geschwindigkeit. |
| Kohle | Hohe Druckfestigkeit, gute chemische Beständigkeit und Wärmeleitfähigkeit. Für Anwendungen bei erhöhten Geschwindigkeiten im mittleren Beanspruchungsbereich. |
Vorteile
der Fietz-Mantelringe
Hinweise
zur Montage
Montage
Innendichtende
Mantelringe können in geschlossenen Nuten montiert werden. Bei einem
Stangendurchmesser von weniger als 30 mm sind geteilte Nuten vorzusehen.
Wo dies konstruktiv nicht möglich ist, sollten Mantelringe in leichter
Ausführung eingebaut werden. Bei der Montage ist zunächst der
O-Ring einzulegen. Den Mantelring leicht zusammengedrückt in den O-Ring
legen und in die Nut eindrücken. Mantelring nicht knicken. Der montierte
Ring sollte anschließend mit einem Dorn kalibriert werden. Außendichtende
Mantelringe können meist von Hand montiert werden.
Ist dies nicht
möglich, sollten nur geeignete Montage-Werkzeuge verwendet werden.
Den montierten Ring anschließend mit einer Kalibrierhülse rückverformen.
Die Kalibrierung kann auch durch Einführungsschrägen am Zylinder
erfolgen. Eine Abdichtung ohne jegliche Leckage ist aus konstruktionstechnischer
Sicht nur in Ausnahmefällen anzustreben. Die beste Dichtwirkung der
Mantelringe wird nach einer Einlaufzeit erreicht. Obwohl Fietz-Mantelringe
aufgrund der ausgezeichneten Gleiteigenschaften besonders langlebig sind,
reduzieren sich die Standzeiten bei absolutem Trockenlauf.